Turnierregeln

Hier findet ihr die offiziellen Turnierregeln, nach denen die DOMINION®-Meisterschaft gespielt wird.

Turnierregeln für Qualifikationsturniere
Stand: 01.08.2016

1. Grundsätzliches:
Bei den Qualifikationsturnieren ist folgendes zu beachten:
JEDER Spieler darf nur an EINEM Qualifikationsturnier teilnehmen. Sollten Spieler bei mehr als einem Qualifikationsturniere mitspielen, so werden sie auch noch nachträglich disqualifiziert.
Der Gewinner des Qualifikationsturnieres qualifiziert sich für das Finale der Deutschen Meisterschaft. Sollte ein Spieler aus der Direktqualifikation nicht zum Finale antreten, so rückt der Nächstplatzierte seines Turnieres nach.

2. Turnierablauf:
2.1. In den Vorrundenspielen werden grundsätzlich nur Partien mit vier Spielern gebildet. Im Falle einer nicht vermeidbaren unpassenden Spieleranzahl werden eine oder mehrere 3er-Partien gebildet, bis alle Spieler einen Platz erhalten haben.
Beispiel: Angetreten sind 17 Teilnehmer. Es ergeben sich so viele 4er-Tische wie möglich, in diesem Fall 2 (8 Spieler). Dazu kommen noch drei 3-er Partien (9 Spieler) Insgesamt sind also alle 17 Teilnehmer untergebracht.

2.2. Der Veranstalter wählt einen der beiden im Folgenden beschriebenen Turniermodi aus und gibt seine Entscheidung rechtzeitig vor Turnierbeginn bekannt.

Turniermodus 1
Es gibt vier Vorrunden, wovon jeder Spieler am Tisch einmal Startspieler ist. Die Spielerpaarungen bleiben für diese Runden dieselben.
Alle Tische spielen mit dem gleichen Set. Bei zu vielen Tischen spielen Tische 1-4 in der ersten Runde mit Set A, Tisch 5 und höher mit Set B. In der zweiten Runde können die Sets getauscht werden. Bei 3er Tischen wird der Startspieler des 4. Spiels per Los ermittelt.
Nach diesen Vorrundenspielen folgt das Finale, das die besten vier Spieler mit Einem der „Finale Sets“ an einem Tisch austragen.

Turniermodus 2
Phase A (Vorrunde)
Es werden drei Vorrunden mit allen Teilnehmern wie bei Modus 1 gespielt. Die besten 9 Spieler qualifizieren sich für die Phase B.

Phase B (Hauptrunde)
Die besten 9 Spieler aus der Phase A spielen nun an drei Tischen mit jeweils 3 Spielern.
An Tisch 1 spielen nach ihren Platzierungen in der Vorrunde: 1, 6, 7; an Tisch 2: 2, 5, 8; an Tisch 3: 3, 4, 9.
Die Vorrundenplatzierung bestimmt ebenfalls die Reihenfolge der Spieler – der beste Spieler wird also Startspieler, der zweitbeste sein linker Nachbar usw.

Phase C (Finale)
Am Finaltisch spielen die drei Sieger der Phase B nun um den Turniersieg.

2.3. Es werden alle Tische der jeweiligen Runde mit den gleichen Sets gespielt.

Diese Sets werden fertig geliefert und enthalten Karten aus den Editionen
– Basisspiel, – Die Intrige, – Seaside

2.4. Das zu nutzende Kartenset wird den Turnierteilnehmern erst unmittelbar zum Spielbeginn der jeweiligen Runde bekanntgegeben.

2.5. Bei Gleichständen entscheiden die Vorrundenplatzierungen über die genaue abschließende Spielreihenfolge der Spieler am Finaltisch bzw. in der Folgephase.

2.6. Eine Zeitbeschränkung ist möglich. Für alle Runden hat der Veranstalter die Möglichkeit, eine Zeitregelung einzuführen. Spiele werden nicht vorzeitig abgebrochen.
Diese Regelung sollte behutsam eingesetzt werden, wenn z. B. eine überlange Turnierdauer absehbar ist. Die Nutzung von Schachuhren wird empfohlen. Jeder Spieler erhält 20 Minuten für seine Spielzüge. Er verliert automatisch, wenn seine Zeit aufgebraucht ist. Soweit innerhalb eines Spielerzuges andere Spiele handeln (Beispiel: Miliz), wird der Ablauf der Zeit angehalten. Die Spieler aktivieren die Uhr des nächsten Spielers, sobald sie ihren Zug beendet haben (also nach dem Aufräumen). Auf die mögliche Einführung einer Zeitbeschränkung sollte der regionale Veranstalter bereits vor Spielbeginn hinweisen.

2.7. Das Spielmaterial wird dann wieder verpackt und an die neue Veranstaltungsstätte geschickt. Den Versand übernimmt und gibt das Spielkonzept4U in Auftrag.

3. Wertung:

3.1. Der Sieger eines Vorrundenspiels erhält fünf Punkte, der Zweite drei Punkte, der Dritte zwei Punkte und der Vierte einen Punkt, kurz: 5-3-2-1. Bei gleicher Platzierung werden die Punkte geteilt. Dies gilt auch, falls drei Spieler gleich viele Siegpunkte erreichen. Sollte an Tischen mit drei Spielern gespielt werden, so lautet die Punktaufteilung 5-3-1. Die demnach vier besten Spieler nehmen im Modus 1 am Finale teil, im Modus 2 wiederum gelangen hiernach die 9 besten Spieler in die Phase B.

3.2. Sollte es zu einem Gleichstand kommen, so entscheidet die höhere Summe des Prozentanteils der Siegpunkte der eigenen Spiele in Bezug auf die am Tisch erreichte Gesamtpunktzahl. Das heißt: für jeden Spieler wird der jeweilige Prozentanteil an den Gesamtsiegpunkten der Vorrundenpartien zusammengerechnet und verglichen.
Beispiel:
Spiel 1: A holt 10 Siegpunkte, insgesamt gab es 32 Siegpunkte am Tisch, also ist sein Anteil: 31,25%.
Spiel 2: A holt 8 Siegpunkte, insgesamt gab es 30 Siegpunkte am Tisch, also ist sein Anteil: 26,67%.
Spiel 3: A holt 10 Siegpunkte, insgesamt gab es 36 Siegpunkte am Tisch, also ist sein Anteil: 27,78%.
Die Summe der Anteile beträgt: 85,70%.

3.4. Für den Fall, dass nun immer noch ein Gleichstand besteht, entscheiden die Einzelplatzierungen, wobei zuerst die Anzahl der ersten Plätze zählt, dann die Anzahl der zweiten Plätze und schließlich die Anzahl der dritten Plätze.

3.5. Sollte es zu Partien mit nur 3 Spielern an einem Tisch kommen, so wird die erreichte Gesamtpunktzahl an diesem Tisch für die Berechnung des Anteils um die Durchschnittszahl der Punkte an diesem Tisch erhöht, da ansonsten 3er Tische unverhältnismäßig bevorzugt würden.

3.6. Sollte es im Finalspiel bzw. in Phase B/C zu Gleichständen kommen, so erhält derjenige Spieler mit der besseren Vorrundenplatzierung den Vorrang.

4. Schiedsrichter, Material:

4.1. Der Veranstalter stellt einen Schiedsrichter für das Turnier.

4.2. Eventuelle Regelverstöße müssen die Spieler dem Schiedsrichter unverzüglich melden. Die Entscheidung eines Schiedsrichters ist in jedem Fall zu akzeptieren. Wird dem Schiedsrichter ein Regelverstoß nicht unmittelbar gemeldet, akzeptieren die Spieler damit automatisch die Auswertung des Spiels.

4.3. Beanstandungen von Spielen sind nur während einer laufenden Partie oder unmittelbar danach möglich. Später können die Ergebnisse nicht mehr beanstandet werden.

4.4. Die Turnierleitung darf Spieler aufgrund von Regelverstößen disqualifizieren. Dabei muss es sich jedoch um absichtliche Regelverstöße handeln, die zum Ziel haben, den Spielverlauf entscheidend zu Gunsten eines Spielers zu ändern. Die Disqualifikation kann nur vor dem Ende des Turniers während einer laufenden Partie oder unmittelbar nach Beendigung einer Partie erfolgt. Nachdem die Spiele eines Turniers beendet sind und das Turnier durch die Siegerehrung abgeschlossen ist, ist eine solche Maßnahme von Seiten der Turnierleitung nicht mehr möglich.

4.5. Werden Spieler disqualifiziert bzw. steigen Spieler aus dem laufenden Turnier aus, so wird das Turnier mit weniger Teilnehmern zu Ende gespielt. Die Nominierung von Ersatzspielern ist nicht gestattet. Sollte es laut den vorgegebenen Spielplänen zu Partien mit zwei Spielern kommen, so muss der Veranstalter einen Spieler von einem Tisch mit vier Spielern bestimmen, der zu diesem Tisch wechselt.

4.6. Verlässt ein Spieler ein laufendes Spiel, so wird er disqualifiziert. Sein Kartenstapel wird beiseite gelegt und das Spiel wird mit 0 Siegpunkten und Platz 4 für ihn gewertet.
Sollten dadurch nur noch zwei Spieler am Tisch sitzen, so nominiert der Veranstalter einen Ersatzspieler (notfalls der Schiedsrichter – unabhängig vom Ergebnis wird der Spieler mit 0 Siegpunkten auf dem letzten Rang gewertet).

4.7. Ein Spieler, der ein Turnier verlässt, kann vom Spielezentrum für weitere Turniere gesperrt werden. Hier erfolgt eine Entscheidung des Spielezentrums nach Prüfung des Einzelfalls.

4.8. Es wird mit den vom Veranstalter gestellten Spielen gespielt.

4.9. Es wird nur das Material verwendet, dass als Standard in den offiziellen DOMINION®-Spielen (inkl. verwendeter Erweiterungen) vorhanden ist.